Stellung nehmen

Liebe*r Gedankenteilnehmer*in,

bin ich eigentlich unengagiert, wenn ich nicht zu allem Stellung nehme, nicht auf jede Frage nach meiner Meinung antworte oder nicht nicht jedem etwas entgegne, dessen Ansichten mir nicht passen? Man sagt manchmal, man solle sich die Kämpfe gut aussuchen, auf die man sich einlässt. Ja, Auswählen ist sicher richtig, und zugleich denke ich: ich will doch gar nicht kämpfen.
Ist es möglich, bei mir zu sein, in mir zu ruhen und mich gleichzeitig kraftvoll in der Welt einzubringen? Muss ich mich dazu stets aktiv äußern? Oder soll ich allem mit Schweigen beantworten? Wenn jemand sagt „Stille tötet“, dann denke ich: manchmal kann es sein, dass es so ist. Wenn jemand sagt, „Stille ist kraftvoll!“, dann denke ich, möglicherweise ist das manchmal so.
Wann was dran ist, das kann nur ich entscheiden. Und wer kann sagen, ob es richtig oder falsch ist? Wieviel wiegt ein Wort, wenn es nicht mit ganzem Herzen gesagt wird? Was sagt mein Schweigen, wenn es meiner Müdigkeit entspringt?
Ich brauche die Weisheit der Unterscheidung. Die Unterscheidung, ob dass was ich tue letztlich vereint oder trennt. Die Unterscheidung, ob dass was ich tue mir Energie bringt oder ob ich Energie investieren muss. Die Unterscheidung, ob ich in meiner Kraft bin, oder ob ich neue Energie brauche.

Rumi sagte: „Jenseit von richtig und falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.“ Einer schweigt, einer ruft. Was ist richtig?

„A wise man once said nothing!“ – Was denkst und fühlst Du, wenn Du dieses Zitat liest? Lass uns dem nachgehen. Immer wieder.

Nicht nächstes Jahr oder nächsten Monat! Diese Woche! Ab jetzt!

Alles Liebe für Deine Woche wünscht
Michael

Bildreferenz

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